BioQuant ist das interdisziplinäre Forschungszentrum für Quantitative Analyse molekularer und zellulärer Systeme der Universität Heidelberg. Das Zentrum gilt als Drehscheibe für Forschung und Lehre in der quantitativen Biologie. Die Arbeit am BioQuant integriert quantitative Experimente, Spitzentechnologie und Computertechnik, um ein integratives Verständnis der Komplexität dieser Systeme zu ermöglichen. Eine solche interdisziplinäre Forschung ist zeitgemäß und für die Beantwortung zahlreicher Fragen in biologischen und medizinischen Systemen notwendig geworden.
Die Gruppe Modellierung biologischer Prozesse ist auf die Entwicklung von Berechnungsmethoden für die Analyse biochemischer Netzwerke und die Anwendung dieser Methoden auf relevante biologische Systeme spezialisiert.
Einerseits liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung von Berechnungsmethoden für die Modellierung, Simulation und Analyse biochemischer Netzwerke, mit dem ständigen Bestreben, Algorithmen zu entwickeln, die das Verständnis für diese Systeme vertiefen. Diese Algorithmen werden dann der wissenschaftlichen Gemeinschaft über das Softwarepaket COPASI zur Verfügung gestellt, das etwa 100.000 Downloads pro Version verzeichnet. Darüber hinaus ist die Gruppe aktiv an der Entwicklung von standardisierten Datenaustauschprotokollen und an Anwendungsprojekten zu relevanten biologischen Systemen beteiligt.
Sie arbeitet sowohl innerhalb von BioQuant als auch mit Partnern auf dem Campus intensiv zusammen und wendet ihre Methoden zur Modellierung von Signal- und Stoffwechselnetzwerken in verschiedenen Organismen an. Im Rahmen des De.KCD-Projekts arbeitet die Gruppe mit dem Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) zusammen, um gemeinsames Wissen über Datenmanagement-Plattformen nach dem FAIR-Prinzip bereitzustellen und entsprechende Lösungen über die Cloud verfügbar zu machen.